By Nadine Gwozdek
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February 8, 2026
In einem Prozess zu stecken, der einem sagt, wie die Welt NICHT mehr aussieht, kann ganz schön grenzwertig sein. Wir verlieren den Boden für einen Moment und fühlen uns so, als wäre da etwas aufgebrochen, das wir uns „selber“ nennen. Das Selbst, zerschmettert auf dem Boden. Nicht gehalten und gesehen als das, wohin wir es hinführen wollten. Wir wollten zu Jemandem werden, den wir so noch nicht kennen konnten. Doch wir wussten, es will blühen. Im Zerstören liegt eine wundersame Kraft, die neuen Halt schenkt, im Entkleiden. Wer in Gewissheit liegt und atmet, wird sich umschauen, denn es hindert uns nicht, nach vorn zu gehen, auch wenn alles nach „Hier bleiben“ schreit. Lasse deine Flügel los. Die Eingestutzten, die Zurückgezogenen. Die Gefallenen und Verlassenen. Die Verlorenen. Bereite dich vor, dich neu kennenzulernen. Vielleicht auch so, wie du es nicht wolltest. Hast versucht, es zu verhindern. Versteckt hinter einer Sicht, die deine Vorfahren kannten. Was, wenn du ganz anders bist – doch um dies zu sehen, darfst du nach vorn dringen? Nicht hinter vorgehaltener Hand, doch dorthin, wo es brodelt, zurück zu dir. Kann es speziell werden und auch beben? Darf Leben wieder einziehen in dich? So wie dich die anderen noch nicht kennen können und es sich trennt, da, wo man dich festhielt, um eigene Konstrukte zu bedienen. Was, wenn es dich zieht? Immer mehr hineinzieht in ein Werden, das sich natürlich anfühlt und wo deine Klagelieder Erden zum Weinen finden? Was, wenn du dich nicht ausschließen musst, da, wo du dich nicht sehen kannst, weil genug RAUM in dir ist, um zu halten und zu beinhalten, was geht, um neu geboren zu werden? Doch erst müssen wir es sehen. Dürfen wir es hier sein lassen. Erscheint es in unserer Erinnerung, wie sich Heimat anfühlt – auch für die stillen Geister, die niemals gekommen waren, um uns zu verurteilen. Doch weil sie unter dem Urteil der Welt zusammenbrachen und es keinen Platz mehr für sie auf Erden gab. Dich mit dir zu versöhnen beinhaltet manchmal Wege und Möglichkeiten zu begehen, die der Kopf so niemals erahnen konnte. Es ist zu finden in dir. Unzensiert in dir. Da, wo der Kopf bricht, in dein Herz hinein. Und was von hier aus stattfindet, ist ein Liebesspiel. Eine Aussöhnung mit deinem Leben, wo alles, was jetzt kommt, deinen Namen trägt. Einen Namen, namens LEBENDIGKEIT. Öffne dich mit mir. Nadine ... To be stuck in a process that tells you how the world NO LONGER looks can be downright edge-pushing. We lose our footing for a moment and feel like something's cracked open that we call "ourselves." The self, shattered on the ground. Not held and seen as what we wanted to lead it toward. We wanted to become Someone we couldn't yet know. But we knew it wants to bloom. In destruction lies a wondrous force that grants new hold, in the stripping bare. Whoever rests in certainty and breathes will look around, for it doesn't stop us from moving forward, even if everything screams "Stay here." Let go of your wings. The tucked-away ones, the withdrawn. The fallen and abandoned. The lost. Prepare to meet yourself anew. Maybe even in a way you didn't want. Tried to prevent it. Hidden behind a view your ancestors knew. What if you're entirely different – but to see it, you must push forward? Not behind cupped hands, but there where it boils, back to you. Can it get specific and quake? May life flood back into you? Just as others can't yet know you, and it separates where they held you to serve their own constructs. What if it pulls you? Draws you deeper into a becoming that feels natural, where your moaning finds earth's to weep upon? What if you don't have to exclude yourself where you can't see yourself, because there's enough SPACE in you to hold and contain what comes, to be reborn? But first, we must see it. May we let it be here. It appears in our memory, how home feels – even for the silent ghosts who never came to judge us. But because they broke under the world's verdict and there was no place left for them on earth. Reconciling yourself with yourself sometimes means walking paths and possibilities the mind could never fathom. It's found in you. Uncensored in you. Where the mind breaks, into your heart. And what happens from here is a love play. A reconciliation with your life, where everything now carries your name. A name called ALIVENESS. Nadine